Baudenkmäler

Denken wir an Baudenkmäler, denken wir meist an historische Gebäude, die schon viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte überstanden haben.

Dass diese Vorstellung nicht immer der Wahrheit entspricht, wird viele Laien wundern. Unter Denkmalschutz stehende Gebäude müssen nicht zwangsläufig viele Jahre auf der Fassade haben. Denn nicht nur Alter, historische Bedeutung, städtebauliche Lage und architektonische Qualität machen ein Gebäude schützenswert, sondernauch die Repräsentation einer bestimmten Kulturepoche.

Manche sind weltberühmt, manche sind wahre Geheimtipps: beeindruckende Denkmäler und Bauwerke in Otterndorf und der Samtgemeinde Land Hadeln.

Besuchen Sie unsere Sehenswürdigkeiten, die vom jahrhundertealtem Hünengrab in Wanna bis zum zeitgenössischen Skulpturenpark am Medemufer reichen.

Historisches Rathaus

Historisches Rathaus
Im Jahre 1583 gab Herzog Erich den Befehl: „Ein Keller soll angelegt werden und darüber soll ein Haus gebaut werden, das sich zum Rathaus eignet“.
Im Jahre 1685 wurde das Rathaus um einen Anbau erweitert, dessen Wand- und Deckenmalereien 1994/1995 restauriert wurden. Noch heute finden im Ratssaal Sitzungen des Stadtrates statt.

Hadler Haus mit der Stadtscheune, Foto: © Jörgens.mi

Hadler Haus mit der Stadtscheune
Dieses große rote Backsteinhaus wurde 1792 als Kaufmannshaus und Kornspeicher gebaut, diente im 19. Jahrhundert als Hotel, später dann als Finanzamt.
Seit 2011 ist es das Amtsgebäude der Samtgemeinde Land Hadeln.
In der Mitte des Hauses gibt es einen Druckgang, an den Innenhof schließt sich links die Stadtscheune aus dem späten 18. Jahrhundert an, sie wurde ursprünglich als Remise genutzt.

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St. Severi Kirche

St. Severi Kirche
Die Otterndorfer Kirche ist die größte im Land Hadeln. Ihre Geschichte läßt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Ihren Namen verdankt die St. Severi-Kirche vermutlich einem Bischof aus Ravenna (ursprünglich Wollweber), der dort im Jahre 348 n. Chr. starb.
Die St. Severi-Kirche ist ein langgestreckter Backsteinsaalbau unter hohem Satteldach und mit großen Fenstern von barocker eckiger Spitze. Der 1586 entstandene Chor ist als dreischiffige und dreijochige gewölbte Halle ausgebildet.

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Lateinschule

Lateinschule
Hinter der St. Severi Kirche steht die ehemalige Lateinschule, ein klassizistischer Fachwerkbau aus dem Jahre 1614. Hier erhielten die Kinder der Hadler Bauern und des Otterndorfer Bügertums ihre allgemeine Bildung, um später die Universität besuchen zu können. Johann Heinrich Voß war von 1778 bis 1782 Rektor an dieser Schule. Eine bronzene Büste vor dem Haus erinnert an ihn.
Um Steuern zu sparen  – die wurden damals nach bebautem Grund und Boden berechnet - wurde die Wohnfläche durch die hervorstehenden Obergeschosse trickreich vergrößert.

Voß-Museum

Johann-Heinrich-Voß-Literaturmuseum
Als Geburtsstätte der bis heute aktuellen Übersetzung der Odyssee durch den Dichter, Epigrammatiker und genialen Übersetzer Johann Heinrich Voß (1751-1826) informiert das Johann-Heinrich-Voß-Literaturmuseum über dessen Leben und Wirken – auch im literarischen Umfeld seiner Zeit, geprägt durch einen am Vorbild der Antike orientierten Humanismus. Wenige Meter entfernt befinden sich ein Voß-Denkmal und die alte Lateinschule, an der Voß als Rektor tätig gewesen ist.

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Der Bull'sche Speicher

Der Bull'sche Speicher
Der prächtige, ehemalige Kornspeicher lässt immer noch den einstigen Reichtum der Stadt erkennen. Die Speicher liegen alle an der Medem und konnten sowohl vom Wasser als auch von der Straße befüllt werden. Einige Winden und rollende Stangen lassen eine entsprechende Nutzung auch heute noch nachvollziehen. Die meisten der Gebäude werden jetzt als Wohn- oder Geschäftshäuser genutzt.

Museum gegenstandsfreier Kunst

Museum gegenstandsfreier Kunst
Mitten im historischen Stadtkern Otterndorfs, in der Marktstraße 10, erwartet Freunde der zeitgenössischen Kunst das Museum gegenstandsfreier Kunst des Landkreises Cuxhaven. Es beschreitet progressive Wege: nicht ausgerichtet auf den gängigen Geschmack der Masse, wird dort konkrete Kunst und ihre Entwicklung anhand von Malerei, Kleinplastik, Relief und Zeichnung dokumentiert.

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Klassizistisches Gartenhaus am Süderwall

Klassizistisches Gartenhaus am Süderwall
Das denkmalgeschützte Gebäude liegt zentral in der Altstadt von Otterndorf, umgeben von Hausgärten und von der Parkanlage "Eschweide", direkt am historischen Süderwall, ebenfalls ein Baudenkmal. Das klassizistische Gartenhaus wurde 1982/1983 instand gesetzt, modernisiert und damit bewohnbar gemacht. Es verfügt über ein ca. 30 qm großes lichtdurchflutetes Wohn- und Arbeitszimmer im Erdgeschoss, Küche und Bad sind im ausgebauten Kellergeschoss untergebracht.

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Am Großen Specken

Am Großen Specken
Der Name stammt von der Uferbefestigung. Aus Reisig, Busch und Reet wurde ein Faschinendamm gebaut, um trockenen Fußes zum Anlegeplatz der Schiffe zu gelangen. Das Ufer wurde sozusagen „gespickt“.
Ein Platz, auf dem einst reges Treiben herrschte. Hier lag der Hafen der Stadt. Flöten, so nannte man die Kähne mit flachem Boden, brachten Feldfrüchte aus dem Sietland und versorgten die Stadthaushalte mit dem Brennmaterial Holz und Torf.

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Die Puppenstube

Die Puppenstube
Beim Besuch des denkmalgeschützten ehemaligen Bürgerhauses von 1782 im Herzen Otterndorfs werden Sie zu einer Reise in die Vergangenheit und in die eigene Kindheit eingeladen.
Die Puppenstube ist aus der privaten Sammlung einer Otterndorferin hervorgegangen und beherbergt weit über 1.000 Puppen, Plüschtiere, Puppenhäuser und weitere Exponate.
Ein Hauch von Nostalgie umgibt den Besucher beim Eintritt in das denkmalgeschützte ehemalige Bürgerhaus von 1782 im Herzen Otterndorfs.

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Das gelbe Barockgiebelhaus, Foto: Niclas Röse

Das gelbe Barockgiebelhaus
Eines der ältesten Wohnhäuser Otterndorfs, es diente ab 1731 dem jeweiligen Gerichtsdirektor als Wohnhaus.

Der nur vorgesetzte Giebel wurde mit viel Liebe restauriert und macht dem Namen des Hauses alle Ehre. Heute wird das gelbe Barockgiebelhaus in den oberen Stockwerken privat bewohnt, im Erdgeschoss befindet sich ein Frisör.

Landratsamt

Landratsamt
Das 1754 errichtete Kaufmannshaus gegenüber dem historischen Rathaus wurde lange als Landratsamt genutzt und dient heute als Archiv des Landkreises Cuxhaven.

Das Archiv des Landkreises Cuxhaven mit Sitz in Otterndorf wurde 1948 gegründet. Es ist damit das älteste Kreisarchiv in Niedersachsen. Die Büros befinden sich im Alten Landratsamt, der Benutzersaal (zugleich Bibliothek) im ehemaligen Speicher des benachbarten Kranichhauses. Das im Vordergebäude untergebrachte Museum des alten Landes Hadeln wird vom Archiv betreut.

Mehr Infos zum  Landratsamt - Archiv des Landkreises Cuxhaven

Kranichhaus - Museum des alten Landes Hadeln

Kranichhaus - Museum des alten Landes Hadeln
Dieses Gebäude ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler im Herzen Otterndorfs.
Der Kranich auf dem Dach des Gebäudes des Kranichhauses gilt als Symbol kaufmännischer Wachsamkeit.

Die ältesten Teile des Vorderhauses stammen aus dem späten 16. Jahrhundert, die Ziegelfassade, die nach Hamburger Vorbild erbaut wurde, stammt aus dem Barock und das gewaltige Speichergebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Heute beherbergt das Kranichhaus neben dem Archiv des Landkreises Cuxhaven vor allem das „Museum des alten Landes Hadeln“, das kleinstädtische und ländliche Wohnkultur von etwas 1550 bis 1850 zeigt.

Mehr Infos zum  Kranichhaus - Museum des alten Landes Hadeln.

Torhaus

Torhaus
1641 erbaut diente es zusammen mit dem Schlossgraben als Schutzanlage für das Schloss. In seinem Mauerwerk erkennt man noch deutlich die runden Torbögen, durch die man früher mit den Kaleschen auf das eigentliche Schlossgelände fuhr.
Heute beherbergt das Torhaus das Heimatmuseum des Patenkreises Labiau und zeigt interessante Gegenstände der heimatlos gewordenen ostpreußischen Kultur und Geschichte.

Mehr Infos zum Torhaus.

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