Ehrenamtspreis 2017

Mit Verleihung des Ehrenamtspreises wird das herausragende Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gewürdigt, die sich in besonders hohem Maße in den Bereichen Soziales Leben, Kultur sowie Sport und Jugendförderung um die Stadt Otterndorf verdient gemacht haben.

Zeit für das Ehrenamt ist gerade heute ein knappes Gut.
Zeit ist in unserer Welt überhaupt ein knappes Gut.
Dass Sie sich die Zeit genommen haben,
heute hierherzukommen, finde ich klasse.
Sie sind ein tolles Stück Otterndorf.

Wenn es um das Ehrenamt geht, dann ist oft die Rede vom Kitt unserer Gemeinschaft, vom Rückgrat der Gesellschaft oder vom menschlichen Gesicht unserer Stadt.

Am 27. Oktober wurde zum dritten Mal der Ehrenamtspreis der Stadt Otterndorf verliehen. Der Bürgermeister Thomas Bullwinkel verdeutlichte in seiner Begrüßung den Stellenwert des Ehrenamtes. Die drei Preisträger Reiner Wilken, Wilfried Dieckmann und Uwe Rehm waren sichtlich gerührt.

Karsten Rademacher gab dem Abend einen musikalischen Rahmen.

Die Laudatio für Reiner Wilken hielt Hans-Volker Feldmann, der besonders das Durchhaltevermögen von Reiner Wilken honorierte, aber auch die ständige Weiterentwicklung seiner Trainingsmethoden. Der Preisträger hat am Aufbau der Schwimmabteilung im TSV mitgewirkt und trainiert noch immer die Schwimmer.

Hermann Gerken, Ehrenbürgermeister, lobte die „Arbeit im Stillen“ von Wilfried Dieckmann, der sich insbesondere schon seit Jahren für die Senioren unserer Region einsetzt. In seiner Tätigkeit als Schiedsmann bringt er seine Stärken, die Ruhe und Besonnenheit, ein und löst so manchen Nachbarschaftsstreit ohne Richterspruch. Auch die Labiau-Ausstellung im Torhaus pflegt Wilfried Dieckmann und sorgt so dafür, dass Labiau nicht vergessen wird.

Der neue Vorsitzende des TSV Otterndorf e.V., Jens-Peter Schütz, sprach die Laudatio für Uwe Rehm. Der Preisträger ist bereits seit Jahren ein aktives Mitglied im TSV und setzt sich für die Sportler ein. Zudem leitet Uwe Rehm die REHA-Sportgruppen, welche er selbst, verbunden mit sehr viel administrativer Arbeit, aufgebaut hat.

Ehrenamtspreis 2016

Für großes Engagement geehrt. - Stadt Otterndorf verlieh zum zweiten Mal Ehrenamtspreis - Die Geehrten Horst Wilken, Mariam Jaber und Hini Fiehland (vorne v.l.) zusammen mit den Vorsitzenden der zuständigen Vereine Wolfgang Struck, Christoph Arp und Willi Keck sowie Bürgermeister Claus Johannßen (v.l.) - Foto: tw EWa, 2. November 2016

Ohne sie ist vieles nicht möglich. Erst die ehrenamtlich Engagierten einer Stadt machen diese lebens- und liebenswert. „Sie sind der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“, sagte Bürgermeister Claus Johannßen am Samstag bei der Verleihung des zweiten Ehrenamtspreises der Stadt Otterndorf.

Er wurde im letzten Jahr ins Leben gerufen, um stellvertretend jeweils drei Ehrenamtlichen der Stadt für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen soziales Leben, Kultur, Sport und Jugendförderung zu danken.

Zu ihnen gehört Horst Wilken, der dem TSV Otterndorf seit 40 Jahren treu geblieben ist und sich von Anfang an ehrenamtlich engagiert hat, zuerst als Übungsleiter inzwischen seit vielen Jahren in der Vorstandsarbeit. „Die ehrenamtlich Tätigen leisten eine Menge im Verborgenen“, sagte der TSV-Vorsitzende Wolfgang Struck in seiner Laudatio. Gerade die Arbeit im Vorstand sei richtig und wichtig, werde aber von Aktiven und Zuschauern oft nicht gesehen. Horst Wilken sei ein Garant in der ehrenamtlichen Arbeit. Und so verband Struck seine Glückwünsche zum Schluss mit der Hoffnung, „dass du den TSV noch lange weiter begleiten wirst“.

Eine große Hilfe in der Flüchtlingsarbeit der Stadt Otterndorf leistete und leistet Mariam Jaber. Vor 27 Jahren kam sie selbst als Geflüchtete nach Deutschland, hatte lange keine Aufenthaltserlaubnis „und muss sich heute noch mit bürokratischen Hindernissen auseinandersetzen“, so Christoph Arp, Vorsitzender des DRK Otterndorf in seiner Laudatio auf Jaber. Trotzdem habe sie sich, als im letzten Jahr viele Flüchtlinge nach Otterndorf kamen, als Übersetzerin angeboten. Und das auch nach Schließung der Notunterkunft. Sie sei jederzeit ansprechbar, begleite zum Arzt und Behörden. „Sie sind für die Flüchtlinge eine große Hilfe“, so Arp, gerade weil sie selbst wisse, was es heißt fliehen zu müssen.

Für Hini Fiehland ist seine ehrenamtliche Arbeit selbstverständlich, er spielt sich nicht gerne in den Vordergrund. „Doch er hat es verdient im Rampenlicht zu stehen“, sagte Claus Johannßen in der Laudatio. Zurückhaltend und bescheiden hat er als Gespannfahrer beim Otterndorfer Reitclub angefangen und ist inzwischen ehrenamtlich als Platzwart tätig. „Er ist einer, der die Arbeit sieht und macht, der für alles zuständig ist und sich für alles zuständig fühlt.“ Ohne solche Menschen wie ihn würden der Verein und Veranstaltungen nicht laufen, so Johannßen. „Zusammen mit dem Vorsitzenden des Reitclubs sind sie ein tolles Gespann.“

Für großes Engagement geehrt Stadt Otterndorf verlieh zum zweiten Mal Ehrenamtspreis
Die Geehrten Horst Wilken, Mariam Jaber und Hini Fiehland (vorne v.l.) zusammen mit den Vorsitzenden der zuständigen Vereine Wolfgang Struck, Christoph Arp und Willi Keck sowie Bürgermeister Claus Johannßen (v.l.)
Foto: tw EWa 2. November 2016

Ehrenamtspreis 2015

Foto: NEZ Kolbenstetter

Sie opfern ihre Freizeit, engagieren sich für andere und das alles ohne Bezahlung: Für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden Karin und Peter Sommer, Ruth Woltmann und Gisela Penteker am Freitagabend (16.10.2015) in einer feierlichen Zeremonie mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Otterndorf ausgezeichnet.

Zum ersten Mal wurde von der Stadt diese Auszeichnung in drei verschiedenen Kategorien verliehen: Sport- und Jugendförderung, Soziales Leben sowie Kultur. „Mit der Verleihung des Ehrenamtspreises würdigen wir das herausragende Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in besonderem Maße um die Stadt Otterndorf verdient gemacht haben“, erklärte Bürgermeister Claus Johannßen.

Um die Bedeutung einer solchen Auszeichnung hervorzuheben, wolle die Stadt deshalb nicht mehr als drei in Otterndorf ansässige Persönlichkeiten pro Jahr mit dem Ehrenamtspreis auszeichnen. Eine siebenköpfige Jury, bestehend aus Ratsmitgliedern, Repräsentanten von Vereinen, Verbänden und Organisationen wählte dabei aus Vorschlägen der Bevölkerung die Preisträger aus.

Bei der Preisverleihung im Saal des historischen Rathauses hielten Wolfgang Struck, Vorsitzender des TSV Otterndorf, Pastor Ludwig Feltrup und Christoph Arp, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes Otterndorf, Laudationen auf die Geehrten. Für ihre jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Rubrik Sport- und Jugendförderung beglückwünschte Struck Karin und Peter Sommer vom TSV Otterndorf. Über 35 Jahre führte Karin Sommer die Ämter als Schriftführerin und Mitarbeiterin der Geschäftsstelle aus. Und auch heute noch ist sie als Jugendwartin sowie Staffelleiterin auf Kreis und Bezirksebene für die Tischtennisabteilungen zuständig.

Ebenfalls ein Urgestein im Verein ist Ehemann Peter. 47 Jahre ist er inzwischen Jugendtrainer für Tischtennisspieler. Auch die Ämter als Jugendwart, Abteilungsleiter und Vorsitzenden im Verein sowie auf Kreis- und Bezirksebene übte er bereits aus.

Freuen durfte sich auch Ruth Woltmann, die von Pastor Feltrup in der Kategorie „Soziales Leben“ für ihre „unermüdliche“ Arbeit im Hospizverein geehrt wurde. Seit Gründung des Vereins ist die gelernte Krankenschwester Mitglied. Menschen zu betreuen und Angehörige zu unterstützen ist ihre Leidenschaft. „Ein Lächeln im Gesicht der dankbaren Menschen ist unbezahlbar“, erklärte Woltmann.

In der Rubrik „Kultur“ erhielt Dr. Gisela Penteker den Ehrenamtspreis für ihre jahrelange Hilfsbereitschaft und ärztliche Unterstützung von Flüchtlingen. „Mama“, wie sie laut Arp liebevoll von dankbaren Menschen genannt werde, ließe niemanden alleine. Ohne jegliche Diskussion helfe sie den bedürftigen Menschen. Als Vorsitzende des niedersächsischen Flüchtlingsrates, Mitglied der Gruppe Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen und Leiterin des Asylkreises Otterndorf sei niemand auf dem Gebiet so versiert wie sie, betonte der Vorsitzende.

Neben einer Urkunde und einer Ehrennadel waren die jeweiligen Kategorien mit einer Summe von 300 Euro dotiert, die zu Verwendungszwecken der Vereine und Institutionen zugutekommen.

Von Marcel Kolbenstetter

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