Stadt Otterndorf, Nordseebad seit 1998

Wappen der Stadt Otterndorf

Die Stadt Otterndorf ist der zentrale Ort der Samtgemeinde Land Hadeln und Sitz der Verwaltung sowie Mittelpunkt des Geschäftslebens. Die älteste Stadt im Elbe-Weser-Dreieck nordwestlich der noch älteren Hansestädte Stade und Bremen liegt direkt am südlichen Ufer der Elbe, dort, wo sie in die Nordsee mündet. Vom Grünstrand der Elbe aus sehen Sie auf einen der meist befahrenen Schifffahrtswege der Welt. Hier, wo bei guter Sicht das andere Elbufer greifbar nahe zu liegen scheint, liegen die Urlaubseinrichtungen der Stadt Otterndorf, in deren Mittelpunkt sich eine von Menschenhand geschaffene unvergleichlich schöne Seenplatte befindet. Derweil schlendert man durch die engen Gassen der über 600 Jahre alten Stadt, wobei der Siedlungsplatz viel älter ist. Bereits 1292 wird in päpstlichen Urkunden ein Pastor in Otterndorf erwähnt. Als noch kein Deich die Siedlung vor Hochwasser schützte, hat man die Häuser auf einem künstlich errichteten Erdhügel gebaut, den so genannten Marren. Durch die Lage an der Medem, nicht weit von der Elbe, erlangte diese Wurtensiedlung für das Gebiet der Hadler Marsch bereits früh größere Bedeutung als Umschlagplatz vor allem für Getreide. Mächtig emporragende Speicher am Medemufer künden noch heute vom regen Handel und Wandel. Im Jahre 1400 wurde der Wyk-Siedlung von Herzog Erich von Sachsen, Engern und Westfalen das Stadtrecht verliehen. Dem Herzogtum Lauenburg gehörte das Land Hadeln mit Otterndorf von 1260 bis 1689 an. Als das Haus im Mannesstamm ausgestorben war, kam das Land für 42 Jahre unter kaiserliche Zwangsverwaltung und geriet 1731 in hannoverschen Besitz. Als das Königreich Hannover 1866 von Preußen annektiert wurde, teilte Hadeln das Schicksal der Hannoveraner. Dabei haben es die Hadler immer verstanden, ihre alten verbrieften Rechte zu bewahren, die aber mit dem Wechsel der Machthaber und der Modernisierung des Verwaltungswesens immer mehr verloren gingen. Hadeln und damit Otterndorf waren immer ein Hort der Freiheit, die man in einigen Fällen auch wehrhaft zu verteidigen wusste. Im Norden, Osten und Süden wurde die Stadt von Wällen und Wallgräben umgeben, während im Westen die Medem Schutz vor Kriegsvolk und Raubhorden bot. Die Bürger und die wohlhabenden Bauern legten Wert auf gute Bildung ihrer Kinder. Bereits 1445 wird eine Lateinschule in Otterndorf nachgewiesen. Von 1778 bis 1782 wirkte Johann Heinrich Voß als Rektor dieser Lehranstalt. Er verlieh als Übersetzer der Ilias und Odyssee der Stadt und dem umliegenden Hadeln damals einen hohen Ruf in der literarischen Welt. In Erinnerung an diesen hervorragenden Dichter wird in regelmäßigen Abständen der Johann-Heinrich-Voß-Preis ausgelobt. Bisherige Preisträger sind Peter Rühmkopf, Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker, Sarah Kirsch, Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, Prof. Jürgen Flimm und Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble. In Otterndorf aufgehalten haben sich Christoph Meiners (1747 – 1810), Karl Julius Weber (1767 – 1832), Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874) und Hermann Allmers (1821 – 1902). Diese literarische Tradition setzt man seitens der Stadt fort, indem seit 1985 jährlich ein Stadtschreiberstipendium vergeben wird.

Im Schulzentrum in der Schulstraße befinden sich Haupt- und Realschule sowie das Gymnasium unter einem Dach. Zwei Kindergärten und ein Erlebnis-Spielkreis führen unsere Kleinsten an das Schulleben heran. Die Bevölkerung der Stadt ist überwiegend evangelisch. Sie hat ihre Heimstatt in der St.-Severi-Kirche. Weithin überragt der alte Bauerndom, dessen Anfänge bereits im Mittelalter nachzuweisen sind, den Stadtkern von Otterndorf. Eine kleine aber feine katholische Gemeinde hat ihre Kirche an der Wesermünder Straße gebaut. Die Neuapostolische Gemeinde hat ihre Bleibe in der Rosenstraße gefunden. Handel und Wandel beherrschen die Stadt. Die Einwohnerzahl wächst allen allgemeinen Tendenzen zum Trotz. Dafür verantwortlich sind vor allem der Ausbau des Fremdenverkehrs und die Standorttreue einiger größerer Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Die Stadt Otterndorf verfügt über einen leistungsstarken und vielfältigen Einzelhandel. Dem Bürger steht demnach eine breite Palette an Geschäften zur Verfügung, vom Lebensmittelvollversorger, Drogerie, Discounter, Bau- und Heimwerkerbedarf, Optiker, Floristikbedarf, Möbel und Bekleidung etc.. Vom Hotel, Sterne- Restaurant bis zur Imbissbude verfügt die Gastronomie der Stadt über ein breit gefächertes Angebot. Neben der Samtgemeindeverwaltung ist es der Politik dieser Stadt gelungen, öffentliche Behörden wie Amtsgericht, Katasteramt, Post, Straßenmeisterei, Landvolk und Polizei hier zu halten bzw. neu anzusiedeln. Übrigens, das Capio Krankenhaus Land Hadeln ist mit einem überaus guten Ruf der größte Arbeitgeber der Stadt.

Facettenreichtum Otterndorfs weckt Entdeckergeist
Gestern „lugte“ die Silhouette der Queen Mary über die Deichkrone, heute die der Freedom of the Seas. Und morgen? Vielleicht die weißen Segel der Viermastbark Sedow. Otterndorf mit seiner prädestinierten Lage an der südlichen Nordsee – der Elbmündung – hält Logenplätze am Weltschifffahrtsweg für seine Besucher vor. Die malerische Metropole des historischen Landes Hadeln im heutigen Cuxland aber hat viele Gesichter mit großem Spannungspotential, so dass Entdecken zum Schlüsselwort für Gäste und Bewohner wird. Das aus den gewachsenen und gezielt gelenkten Strukturen hervorgegangene vielseitige Angebot rund um die Freizeit lädt zu allen Jahreszeiten zum Gebrauch ein – mit garantiertem Wohlbefinden. Heilklimatische Seeluft tanken, das Meer schmecken, Wind und Sonne spüren, auch Sturm erleben: Hier sorgt allein schon die Natur für prickelndes Erleben, so dass sich kein Tag wie der andere zeigt. Badespaß in Otterndorf ist unter der „Trilogie“ Meeresbrandung, Badelandschaft See Achtern Diek und Sole-Therme zu verbuchen, so dass Wetterunabhängigkeit gegeben ist. Eine nochmals erlebenswerte, der Toskana nachempfundene Saunalandschaft mit aufwändig gestaltetem Außenbereich einschließlich Außensaunen sowie der angegliederten Physiotherapie-Praxis haben hier eine Wellness-Oase entstehen lassen, die keine Wünsche offen lässt.

Eine ganz besondere Attraktion ist dabei die Spiel- & Spaß-Scheune mit Satz & Spiel, die besonders bei unbeständiger Witterung ein Eldorado für unsere Kleinen und Kleinsten aber auch für Jugendliche darstellt.

Im historischen Altstadtkern mit seiner sehenswerten jahrhunderte alten Architektur, den beschaulichen Winkeln und verträumten Gassen lebt Geschichte; Museen und Sammlungen bilden ein breites Spektrum auf kultureller Ebene. Die wildromantische Medem, ein Elbezufluss aus der Tiefe der Moore im Hinterland, schlängelt sich als schiffbare Ader durch die Altstadt und vermittelt beschauliche Ruhe. Von prallem Leben ist die Freizeitanlage See Achtern Diek geprägt – mit Abenteuerspielplatz, auf dem selbst das „Wrack“ der Bounty nicht fehlt, Volleyballfeld, neu erweiterter Skaterbahn, der Spiel- & Spaß-Scheune als Kinderabenteuerland sowie der „Strandschnecke“ als Ausgangspunkt des Deicherlebnispfades.
Die Seelandhallen Achtern Diek beherbergen die Spiel- & Spaß-Scheune mit Satz & Spiel und Minigolf sowie das Gästezentrum. Es sind Veranstaltungsräume entstanden, die keine Wünsche offen lassen. Ein großzügiger Festsaal mit Bühne, ein helles Foyer mit einem Schiffsbug-Tresen, ein gemütliches Kaminzimmer, eine liebevoll angelegte Terrasse und der Pavillion im Garten bieten sich für die unterschiedlichsten Veranstaltungen an. Konzerte, Lesungen, Dia-Vorträge, Kino und Theatervorstellungen finden in dem sehr geschmackvollen, modernen Ambiente statt. Die Möglichkeiten in den variablen Räumen der Seelandhallen Achtern Diek sind so vielseitig wie die Vorstellungen der Gäste.
Und wer noch mehr sportliche Ablenkung vom Alltagsleben wünscht, der findet sicherlich in einer der 20 Abteilungen des größten Vereins der Stadt, nämlich dem TSV Otterndorf von 1862 e.V., die passende Sportart für sich.
Besonders zu empfehlen sind die Fahrradtouren auf dem weit verzweigten Radnetz in die nähere und weitere Umgebung. Auf Treidelwegen entlang der Medem und auf alten Kirchwegen wandert man durch Feld und Flur und entdeckt dabei die romantischen Ecken in der Otterndorfer Feldmark, dort, wo der Eisvogel noch sein Revier hat oder der Kiebitz mit seinen Jungen sein aufgeregtes „Kiwitt“ ertönen lässt.
Oder man macht es einfach wie die Einwohner dieser Gegend vor 150 Jahren, als es hier noch keine festen Straßen gab. Man fährt mit dem Boot auf einer der zahlreichen Gewässer rund um Otterndorf oder bis nach Ihlienworth.

Beschreibung des Wappens:
Das Schild der Stadt Otterndorf zeigt ein gespaltenes Wappenschild. Die rechte Schildhälfte ist links neunmal geteilt von Schwarz und Gold und schräg rechts überlegt von dem grünen sächsischen Rautenkranz. Die linke Schildhälfte zeigt in Blau einen aufsteigenden goldenen Fischotter mit den Vorderfüßen am Spalt auf grünem Schildfuß.

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