Samtgemeinde Land Hadeln

Wappen der Samtgemeinde Land Hadeln

Wohnen, dort, wo andere Urlaub machen. Wer an die Samtgemeinde Land Hadeln denkt, denkt an Wasser, Strand, fruchtbare Marschlandschaft.  Ganz im Norden der Urlaubsregion Cuxland direkt an der Elbmündung liegt dieses Kleinod. Vom Deich aus geht im Norden der Blick über das weite Mündungsgebiet der Elbe in die Nordsee und hinüber nach Schleswig-Holstein. Gegen Osten sieht man am Horizont den bewaldeten Höhenzug der Wingst und im Süden geht der Blick in die weite Marschlandschaft bis ins Sietland hinein. Hier erlebt man noch Natur pur, die man auf den zahlreichen Wasserläufen mit dem Kanu oder Paddelboot per Armkraft „erpaddeln“ bzw. über ein herrliches Netz von Wanderwegen zu Fuß erkunden kann oder mit dem Fahrrad über die extra angelegten Radwege erfahren darf. Das und noch viel mehr macht den Reiz der Samtgemeinde Land Hadeln aus. Die Beliebtheit und Attraktivität unserer Samtgemeinde führt nicht zuletzt dazu, dass die Mitgliedsgemeinden immer wieder neue Baugebiete ausweisen müssen, um den Bauwilligen gerecht zu werden.

Beschreibung des Wappens:
Das Wappen der Samtgemeinde Land Hadeln ist als Schild gespalten, rechts neunmal geteilt von Schwarz über Gold und belegt mit einem grünen, schräg rechts gewendeten Rautenkranz, links in Grün mit schwarzem Schildfuß den Bischof Nikolaus mit Mitra und Krummstab, die rechte Hand zum Segen erhoben. Sein Bischofsornat besteht aus einem silbertingierten Chorkleid; dazu ein goldgerändertes, grünes Messgewand, goldtingierte Schuhe und eine goldene Bischofsmütze mit grüner Füllung. Die Gesichtsfarbe ist eine natürliche und die Haare sind golden. Der Krummstab ist silbern und mit einer goldenen fünfblätterigen Rose verziert.

Geschichte der Samtgemeinde

Im Gegensatz zur alten Kulturlandschaft des Landes Hadeln ist die gleichnamige Samtgemeinde noch sehr jung. Im Rahmen einer landesweiten Gebiets- und Verwaltungsreform schlossen sich am 1. Januar 1970 die Gemeinden Neuenkirchen, Nordleda, Osterbruch, Otterndorf und Wanna zu einer Samtgemeinde zusammen. Wanna verließ diesen Verbund 1972 und trat der Samtgemeinde Sietland bei mit den damaligen Mitgliedsgemeinden Ihlienworth, Odisheim und Steinau.

Mit Wirkung vom 1.Januar 2011 fusionierten die beiden Samtgemeinden Hadeln und Sietland und führen den Namen Samtgemeinde Land Hadeln. Der freiwillige Zusammenschluss mit überregionalem Vorbildcharakter bietet eine zukunftsorientierte Grundlage zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, um Entwicklungsperspektiven für einen lebenswerten Raum zu schaffen, Wirtschafts- und Tourismuspotential zu bündeln, Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen. Ziel war es, mit einer leistungsstarken und bürgernahen Verwaltung in der  Samtgemeinde Land Hadeln gute Angebote der Daseinsvorsorge vorzuhalten.
Hadeln – für Fremde ein eigentümlicher Name für eine Gebietskörperschaft – und doch wird damit ein uraltes Namensgut lebendig gehalten. Haduloha – „Kampfwald“ so wurde diese Gegend im altsächsischen Gau Wigmodi einmal bezeichnet und umfasste im Mittelalter die gesamte Gegend zwischen Elbe- und Wesermündung. Das Leben im nassen Elbe-Weser-Dreieck hat die Menschen geprägt. Der gemeinsame harte Kampf gegen das nasse Element machte diesen Menschenschlag selbstbewusst und so wussten sie sich dem Zugriff verschiedener Landesherren immer wieder geschickt zu entziehen, die diese einst „reiche“ Landschaft so gern unterjocht hätten. Aber noch eines bewirkte der gemeinsame Kampf gegen das Meer – das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner dieser Region. So war es eigentlich folgerichtig, dass sich -  als 1977 im Rahmen einer Verwaltungsreform der ehemalige Kreis Land Hadeln in den Landkreis Cuxhaven aufging- Gemeinden des ehemaligen Hadler Hoch- und Tieflandes zunächst zur Samtgemeinde Hadeln und wenige Jahre später mit der 2011 erfolgten Fusion zur Samtgemeinde Land Hadeln mit Verwaltungssitz Otterndorf zusammenschlossen.

Mit Wirkung vom 1. November 2016 erfolgt ein weiterer Fusionsprozeß. Es schließen sich die beiden Samtgemeinden Am Dobrock  und Land Hadeln  zur neuen rd. 27.000 Einwohner zählenden neuen Samtgemeinde Land Hadeln zusammen. Die Samtgemeinde Am Dobrock mit ihren sechs Mitgliedsgemeinden Belum, Bülkau, Cadenberge, Neuhaus (Oste), Oberndorf und Wingst und die bisherigen Samtgemeinde Land Hadeln mit ihren Gemeinden Ihlienworth, Neuenkirchen, Nordleda, Odisheim, Osterbruch, Steinau, Wanna sowie der Stadt Otterndorf verfügen gemeinsam in der neuen Samtgemeinde Land Hadeln über 406 qkm und damit ist die neue Samtgemeinde Land Hadeln die flächenmäßig größte Gemeindeeinheit im Landkreis Cuxhaven. Geblieben sind nur der Name, das Wappen und der Verwaltungssitz in Otterndorf, im Übrigen sind völlig neue Strukturen gebildet worden.

Aufgaben

So vielfältig und unterschiedlich die Anliegen der Menschen sind, so vielfältig sind entsprechend die Aufgaben unserer Samtgemeindeverwaltung. Dienstleistungen und Serviceangebote werden erbracht z.B. in den Bereichen Ordnung, Straßenverkehr, Schule, Kultur, Sport, Umwelt, Naturschutz, Vermessung und Bauen oder dort, wo einzelne Personen bzw. Familien Probleme haben oder auf besondere Unterstützung angewiesen sind.

Innerhalb der Samtgemeinde sind die Mitgliedsgemeinden rechtlich selbständig. Die Samtgemeinde erfüllt eigene Aufgaben und Aufgaben der Mitgliedsgemeinden.

Im Einzelnen sind dies z.B.:

  • die Kassengeschäfte; sie veranlagt und erhebt für die Gemeinden die Abgaben,
  • das Standesamtswesen,
  • die Durchführung von Wahlen,
  • die öffentliche Ordnung,
  • das Feuerwehrwesen,
  • die Schulträgerschaft für die Grundschulen,
  • die Kindertagesbetreuung,
  • die öffentliche Bücherei in Cadenberge und die Bibliothek Otterndorf,
  • die Jugendarbeit,
  • Flüchtlinge im Land Hadeln,
  • die Aufstellung des Flächennutzungsplanes,
  • den Bau und die Unterhaltung der Gemeindeverbindungsstraßen, die Verkehrsbeschilderung und den Winterdienst,
  • den Betrieb und die Unterhaltung der kommunalen Friedhöfe und die Trägerschaft für den RuheForst Wingst,
  • das Tourismusmarketing und
  • der Betrieb des Anrufsammeltaxisystems.

Die Samtgemeinde unterstützt die Mitgliedsgemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, denn diese verfügen über kein eigenes Verwaltungspersonal.

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