Zusammen ist man weniger allein | 01. – 22. September 2018

Die diesjährigen OTTERNDORFER KULTURGEZEITEN, die sich genreübergreifend, mit Literatur, Musik, Film, Kultur und Kunst, präsentieren stehen im Zeichen der Freundschaft, des Zusammenhaltes, der Liebe, eben frei nach dem Zitat „Zusammen ist man weniger allein“.

Die Dynamik der Gezeiten spiegelt sich in den OTTERNDORFER KULTURGEZEITEN wieder: ein vielschichtiges Programm für ein unterschiedliches Publikum mit vielförmigen Kooperationen querbeet.

Otterndorf hat sich in den vergangenen Jahren als kulturelle Hochburg etabliert und genau  hieran möchte das Kulturfestival anknüpfen. Die OTTERNDORFER KULTURGEZEITEN laden zu qualitativ hochwertigen Veranstaltungen an verschiedenen Orten ein und bieten dem Gast ein breitgefächertes Programm.

Die Schirmherrschaft wird wieder Herr Prof. Dr. Hermann Rauhe, Ehrenpräsident der Musikhochschule Hamburg und Ehrenbotschafter des Schleswig-Holstein Musik Festivals, übernehmen.

Die Karten für die Veranstaltungen sind ab Mai in den reservix-Vorverkaufsstellen sowie online unter www.reservix.de erhältlich. An der Abendkasse kosten die Karten etwas mehr.

Ermäßigungsberechtigt sind: Kinder, Schüler, Studenten, Erwerbslose, Auszubildende. Bei behinderten Personen, die ein B in ihrem Ausweis stehen haben, ist die Begleitperson/B-Person frei und die behinderte Person zahlt den vollen Preis. Der Nachweis ist beim Kauf und ggf. an der Abendkasse vorzulegen.
Die Karten sind vom Umtausch und Rücknahme ausgeschlossen.

Wir danken unseren Förderern und Sponsoren für das in uns gesetzte Vertrauen.

Am Samstag, den 01. September, spielt Fjarill das Auftaktkonzert „Kom Hem“ um 19.30 Uhr im Gästezentrum Seelandhallen Achtern Diek. Fjarill, das sind Aino Löwenmark (Gesang und Klavier) und Hanmari Spiegel (Gesang und Geige). In ihren Texten geht es um das nach Hause kommen, darum, eine neue Heimat zu finden, sich zu Recht zu finden, anzukommen und lieben zu lernen. Musikalisch ist es auch nach 15 Jahren Bestehen des Duos Fjarill immer noch nicht einfach, die passende Schublade für diese Musik zu finden. Popmusik mit schwedischen Texten? Weltmusik aus Südafrika und Skandinavien? Vocaljazz? Es scheint immer schwierig zu sein, für diese zarte und kraftvolle Musik, die so besonders und einzigartig daherkommt, eine Kategorie zu finden.

Schlag auf Schlag geht es weiter und so singt bereits am Sonntag, den 02. September um 17.00 Uhr der Chor The Cheerful – Gospel and more das Konzert “Turn your radio on”. Neben traditionellem Gospel werden auch Spirituals, Folk, Blues und Evergreens gesungen werden. Der  Grundsatz bei den Proben der Cheerful ist „Freude am Singen“ und das merkt auch das Publikum auf den Konzerten, denn die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger springt meist sehr schnell auf die Zuhörer über.

Am Donnerstag, den 13. September wird um 20.00 Uhr der Film Ein Dorf sieht schwarz gezeigt, der in Frankreich im Jahr 1975 spielt. Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen...

Das Gästezentrum Seelandhallen Achtern Diek ist am Sonntag, den 16. September, die Konzerthalle für CLEO & Jan Luley feat. Joe Wulf und ihrem Konzert Swing, Ballads & Blues – Reflections of “The Big Easy”. CLEO, eine vielversprechenden Newcomerin unter den jungen europäischen Sängerinnen, die auch Geige spielt, und Jan Luley am Klavier, der als vielseitiger und spannender Musiker der heutigen Szene gehandelt wird, holen sich für das Konzert in Otterndorf Joe Wulf dazu, der an der Posaune überzeugt. In der Musik von CLEO & JAN spiegeln sich sämtliche Einflüsse der amerikanischen Musikgeschichte wider: Ein mitreißender Gumbo aus Swing, Blues und Soul inspiriert vom amerikanischen Gospel, Blues und Jazz. Ihre Interpretationen sind dabei höchst eigenständig, spontan und geprägt von einem tiefen Verständnis für die Ehrlichkeit und Seele des Jazz.

Mit dem Vortrag „Es ist doch ein schlimmes Ding um die Entfernung“ am Donnerstag, den 20. September um 19.30 Uhr im Kranichhaus, der in Kooperation mit der Kranichhaus-Gesellschaft e.V. angeboten wird, geht das Programm weiter. Dr. Dorothea Schröder aus Cuxhaven wird die Künstlerfreundschaft zwischen Felix Mendelssohn Bartholdy und Ignaz Moscheles aufarbeiten und den Zuhörern eine Freundschaft der Romantik nahebringen, wurde Ignaz Moscheles doch vom Klavierlehrer zu einem der besten Freunde Mendelssohns. Auszüge aus der lebhaft und offen geführten Korrespondenz der beiden Musiker, ergänzt durch Klangbeispiele, geben ein facettenreiches Bild von ihren Konzertreisen, dem musikalischen Alltag, ihrem Familienleben und den immer wieder sehnsüchtig erwarteten gegenseitigen Besuchen.

Die Newcomerin Svenja Gräfen liest anschließend am Freitagabend, den 21. September um 19.30 Uhr aus ihrem Debütroman „Das Rauschen in unseren Köpfen“ in der Stadtscheune. Ein Auszug aus ihrem Roman verspricht einen tollen Abend. Heißt es doch „Die Abende, die Nächte gehörten uns. Wir gingen nicht raus. Wir hatten hier alles, was wir brauchten, das heißt: uns. Wir hätten uns auch in einer Bar gehabt, im Kino, in einem Restaurant; aber eben nicht so, wir hätten uns teilen müssen mit einer ganzen Welt, die nach Aufmerksamkeit schrie.“ Lene lebt mit ihrer besten Freundin in einer WG in einer großen Stadt, ihre liebevolle Familie und der Freundeskreis geben Halt. Als sie Hendrik begegnet, scheint ihr Glück perfekt. Sie plant eine gemeinsame Zukunft, doch Hendriks Vergangenheit schleicht sich in ihr Leben ein. Da ist seine zerrüttete Familie, sein bisweilen merkwürdiges Verhalten. Und Klara.

(c)Marianne Menke

Die Kulturgezeiten enden schließlich mit dem Abschlusskonzert „Zusammen ist man weniger allein“, das vom Bremer Kaffeehaus-Orchester am Samstag, den 22. September um 19.30 Uhr im Gästezentrum Seelandhallen Achtern Diek bestritten wird. Das Bremer Kaffeehaus-Orchester ist ein einzigartiges Ensemble von fünf Musikern, die sich seit fast 25 Jahren dem Kulturphänomen "Kaffeehaus-Musik" widmen. Nach den ersten zwölf Jahren voll von "klassischem" Kaffeehaus-Repertoire – Strauß und Grieg, Lincke, Lehár, Elgar und Toselli – begann eine bis heute nicht wirklich abgeschlossene Affäre mit der nordamerikanischen Swingmusik, dem südamerikanischen Tango, dem französischen Chanson, Mozart, Ravel, Schostakowitsch, japanischen Kirschblüten, den Beatles und immer wieder noch etwas Neuem.

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